Die Hentschke Bau GmbH wurde beauftragt, auf dem Campus des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden ein zweiteiliges Gebäude, bestehend aus einem Labor- sowie einem Bunkergebäude, zur Erweiterung des OncoRay – Gemeinsames Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie (OGZ) zu errichten. Darin kommt eine neue Methode der radioaktiven Bestrahlung von Krebszellen mittels eines Protonenbeschleunigers zum Einsatz.
Der Baukörper insgesamt erstreckt sich zwischen der Händelallee und der Schubertstraße und bindet in die vorhandenen Baukörper des Universitätsklinikums ein. Die damit einhergehenden engen Platzverhältnisse stellten eine große logistische Anforderung an das Baustellenpersonal und die Arbeitsvorbereitung dar.
Das Bunkergebäude stellt den Kern der gesamten Baumaßnahme dar und wurde zum größten Teil mit Abschirmbeton/Strahlenschutzbeton, welcher eine Betonrohdichte von 2,30 Kilogramm pro Kubikdezimeter und einen gebundenen Wasseranteil von 4,5 Masseprozent hat, errichtet. Die Bodenplatte sowie die Außenwände wurden dabei zusätzlich in WU-Beton ausgeführt. Dieser Gebäudeteil wies folgende konstruktiven Merkmale auf:
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Bodenplatte Bunker bis 1,30 Meter dick in Abschirmbeton/Strahlenschutzbeton
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Wände Bunker bis 4,00 Meter dick in Abschirmbeton/Strahlenschutzbeton
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Bunkerdecken bis 4,72 Meter dick in Abschirmbeton/Strahlenschutzbeton
Aufgrund der großen Deckenstärken und der teilweise sehr hohen Deckenhöhen (bis zu 11,45 Meter) waren zur Unterstützung der Deckenschalung Schwerlasttragtürme im Einsatz. Im Bereich der Bunkerdecken wurden zum Teil Spannbetondeckenelemente mit einer Länge von bis zu 17,00 Meter und einer Dicke bis zu 50 Zentimeter in Abschirmbeton-/Strahlenschutzbetonqualität verbaut. Für die Medienführung wurden zudem ca. 5 000 Meter Kabelschutzrohre verlegt.
Das Laborgebäude wurde in der Ebene −1 in WU-Beton realisiert. Die Decken und Wände bestehen zum größten Teil aus Halbfertig- und Fertigteilen. Alle Betonarbeiten unterlagen der ÜK II.