Neubau Militärhistorisches Museum Dresden

Im Zuge der Sanierung des Militärhistorischen Museums in Dresden errichtete die Hentschke Bau GmbH den erweiterten Rohbau des keilförmigen Museumsneubaus, der in vielfältiger Form das denkmalgeschützte Bestandsgebäude durchdringt. Damit wird ein Sinnbild für die in V-Formation gruppierten britischen Flugzeuge geschaffen, die am 13. Februar 1945 die sächsische Landeshauptstadt zerstört haben. Der Entwurf stammt von dem US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind.

Aufgabe der Hentschke Bau GmbH war es, diese Gedanken in die Realität umzusetzen. Da nahezu alle Wände aus der Vertikalen geneigt sind, ergibt sich für das Gebäude ein geometrisches Abbild, das nur mit aufwendigen Methoden visualisiert und für die Bauausführung in ausreichender Form aufbereitet werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Großteil aller Wandflächen in der Sichtbetonklasse SB 4, also unter höchsten Anforderungen an den Sichtbeton, herzustellen ist. Diese Kombination aus geneigten Wänden und Sichtbetonklasse SB 4 ist einzigartig und wurde bislang deutschlandweit nur sehr vereinzelt realisiert. Sehr beengte Platzverhältnisse infolge der Integration des Neubaus in den bestehenden Gebäudekomplex des Museums, aufwendige Schalungskonstruktionen sowie eine Vielzahl an statischen Sicherungsmaßnahmen zur Gewährleistung der Gesamtstabilität des Gebäudes stellen eine weitere Schwierigkeit des Bauvorhabens dar.

Daten & Fakten

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Auftraggeber
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
Ort
Dresden
Projektdaten
  • Länge des Neubaukeiles: circa 75,0 m
  • Höhe des Gebäudes: zwischen 16,0 m und 30,0 m
  • Neigung der Dachfläche: circa 15 %
  • Neigungen der Wände: bis zu 45° aus der Vertikalen
Bauzeit
01.2007 – 12.2010
Fertigstellungstermin
12.2010
Auftragssumme
12.700.000 €
Hentschke-Leistungen
  • erweiterter Rohbau
  • Sanierung Altbau

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