Im Zuge der BAB A 4 zwischen Hönebach und Friedewald musste die alte Eichhorsttalbrücke von 1938 durch einen Neubau ersetzt werden. Hierzu wurde zunächst die Brücke in Fahrtrichtung Friedewald mit einer angrenzenden 14 Meter hohen Stützwand neben dem Bestandsbauwerk neu errichtet.
Die schalungstechnisch komplizierten Widerlager sind Hohlkammerbauwerke über vier Etagen. Die bis zu 29 Meter hohen Pfeiler sind massiv und haben einen aufgeweiteten Pfeilerkopf. Der Hohlkastenüberbau wurde im Taktschiebeverfahren in neun Takten hergestellt. Die Vorspannung für die Bauzustände erfolgte intern, die zur Aufnahme der Ausbau- und Verkehrslasten erforderliche erfolgte extern. Der Überbau liegt im Radius von 3.000 Meter und hat 4,5 Prozent Längs- und 2,5 Prozent Quergefälle. Die beiden höchsten Pfeiler in Bauwerksmitte mussten für den Bauzustand Taktschieben abgespannt werden. Nach Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes wurde das Bestandsbauwerk abgebrochen und der zweite Bauabschnitt analog zum ersten errichtet.
Erwähnenswert ist die extrem kurze Bauzeit von 14 Monaten für den kompletten ersten Bauabschnitt vom Beginn der Spezialtiefbauarbeiten bis zur Inbetriebnahme.