Das Bauvorhaben umfasste den komplexen Umbau der Bahnanlagen im Bereich des Bahnhofs Dresden-Neustadt, einschließlich des Ersatzneubaus von vier größeren Stützwänden sowie vier kleineren und einer großen Eisenbahnüberführung. Sämtliche Arbeiten wurden unter laufendem Betrieb, teilweise auch zwischen den aktiven Betriebsgleisen in Insellage, ausgeführt. Alle Bauwerke befanden sich in innerstädtischer Lage, teilweise auch im Kreuzungsbereich mit Straßenbahntrassen.
Der Ersatzneubau der vier kleineren Überführungen erforderte neben den notwendigen Erdbauarbeiten den Rückbau der Überbauten und Widerlagerköpfe, die Herstellung der neuen Auflagerbalken auf den Widerlagern sowie der WIB-Überbauten. Weiterhin wurden der gesamte Gleisaufbau sowie die zugehörigen bahntechnischen Ausstattungen komplett erneuert. Die Gesamtlänge der über ein Feld geführten Brückenbauwerke betrug zwischen 17,0 Metern und 26,0 Metern. Die Kappen- und Geländergeometrie erfolgte nach architektonischer Begleitplanung. Die mit 93,0 Metern längste Eisenbahnüberführung des Projektes wurde als einfeldriger Stahlfachwerkträger ausgeführt. Der auf Bohrpfählen gegründete Überbau wurde in Sperrpausen vor Ort in überhöhter Lage hergestellt und anschließend abgesenkt.
Die Stützwände wurden mithilfe von Spundwandprofilen ausgeführt. Für die Herstellung von Dämmen wurden die beiden gegenüberliegenden Spundwände teilweise mittels eines innenliegenden Betongurtes miteinander verankert. Die Kopfausbildung der Stützwände erfolgte durch einen Kopfbalken mit aufgesetztem Geländer.