Die Albertbrücke, eine 320 Meter lange Gewölbebrücke aus dem Jahr 1870, wurde im Zeitraum von Mai 2014 bis September 2016 durch die Hentschke Bau GmbH im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden umfassend saniert. Das Bauwerk war dabei zur zusätzlichen Anordnung von Radwegen um 1,80 Meter je Seite zu verbreitern. Besondere Erschwernisse resultierten aus der innerstädtischen Bauweise sowie der Aufrechterhaltung des halbseitigen Verkehrs (Fußgänger und Straßenbahn, teilweise unter Aufbau einer provisorischen Gleistrasse) auf dem Brückenbauwerk während der Bauzeit.
Durch die hohen Anforderungen des Denkmalschutzes wurde eine sehr anspruchsvolle Gestaltung der Untersichtbereiche des Überbaus und der Brüstungen, die ursprünglich in Sandstein bildhauerisch gestaltet waren, in Beton nachgebildet. Zur Sicherung der hohen Qualitätsanforderungen wurden die schalungstechnisch extrem aufwendigen und filigranen Betonbereiche als Halbfertigteile in unserem Fertigteilwerk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Erstmals im Ingenieurbau wurden auch Faserbetonhalbfertigteile zur Oberflächengestaltung eingesetzt.
Die Montage der Halbfertigteile und die Betonarbeiten erfolgten bereichsweise mit Schalwagenkonstruktionen über einer dauerhaft genutzten Wasserstraße (Elbe).
Am Bestand wurden umfangreiche Sanierungs- und Sandsteinarbeiten ausgeführt. Darüber hinaus wurden in den Anbindungsbereichen des Brückenbauwerks umfangreiche Tief- und Straßenbauarbeiten mit Um- und Neuverlegungen zahlreicher Medien durchgeführt. Außerdem waren auch die Leistungen für den Gleis- und Oberleitungsbau der Straßenbahn im Leistungsumfang enthalten.