13.01.2026

37 Meter, 42 Tonnen – vier VFT-Träger. Gefertigt für ein besonderes DB-Infrastrukturprojekt.

Beim Projekt „Waldbahn Leipzig“ kamen für den Überbau der Eisenbahnüberführung Waldbahn Verbundfertigteilträger zum Einsatz. Damit wurde diese hocheffiziente Bauweise erstmals bei einem Überführungsbauwerk der Deutschen Bahn realisiert. Das Projekt hat damit Pilotcharakter für die Deutsche Bahn und markiert zugleich einen weiteren Schritt in der Entwicklung moderner Brückenbauweisen.

Im Hentschke-Fertigteilwerk entstanden zwei Randträger und zwei Mittelträger aus Beton der Güte C50/60 auf Basis von CEM I. Präzision, Erfahrung und industrielle Fertigung griffen dabei nahtlos ineinander – jeder einzelne Arbeitsschritt war konsequent auf die hohen Anforderungen des Eisenbahnbaus ausgerichtet. Die vier Träger bilden gemeinsam den Überbau für ein Gleis und stellen damit das zentrale Tragwerk des neuen Bauwerks dar.

Die eigentliche Bewährungsprobe begann bereits mit dem Transport zur Baustelle: Zwei gesperrte Brücken machten die ursprünglich geplante Idealroute unmöglich, der anstehende Abriss der Straßenüberführung Koburger Straße erforderte eine kurzfristige Umplanung der Transportlogistik. Um die Anlieferung dennoch zu ermöglichen, wurde der Rückbau dieses Bauwerks eigens verschoben. Die genehmigte Route führte schließlich von Norden durch das Leipziger Stadtgebiet, vorbei am Völkerschlachtdenkmal – ein Schwertransport, der höchste logistische Präzision verlangte.

Nach erfolgreicher Montage der VFT-Träger komplettierte das Baustellenteam von Hentschke den Überbau durch eine Ortbetonergänzung, die integraler Bestandteil des statischen Systems ist – erst im Zusammenspiel aus vorgefertigten Verbundfertigteilträgern und Ortbeton entsteht bei dieser Bauweise die endgültige Tragfähigkeit des Überbaus.

Der historische Stahlüberbau der Waldbahnbrücke blieb erhalten. Er steht heute zu Ausstellungszwecken auf einer angrenzenden Grünfläche und wurde dafür auf von Hentschke hergestellten Fundamenten gelagert.

Der Rückbau der Straßenüberführung Koburger Straße erfolgte unmittelbar nach der erfolgreichen Montage des neuen Überbaus der Waldbahn. Auch der Überbau dieses Bauwerks wurde mit Fertigteilen aus dem Hentschke-Fertigteilwerk hergestellt.

37 Meter, 42 Tonnen – vier VFT-Träger.

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