Mit der zunehmenden Bedeutung hybrider Konstruktionen aus Beton und Stahl im modernen Ingenieur- und Hochbau hat Hentschke Bau sein Leistungsspektrum konsequent um eine eigene Stahlbaufertigung erweitert. Die im Jahr 2019 getroffene Entscheidung führte bis zum Herbst 2021 zum Aufbau einer modernen Fertigungshalle mit rund 2.500 Quadratmetern Nutzfläche auf dem Gelände an der Hoyerswerdaer Straße in unmittelbarer Nähe des unternehmenseigenen Betonfertigteilwerks. Das Fertigteilwerk wurde 2008 am Standort Bautzen wieder in Betrieb genommen und bildet heute mit seiner leistungsfähigen Infrastruktur eine zentrale Säule der Betonbaukompetenz von Hentschke Bau.
Ergänzt durch großzügige Außenflächen mit Portalkranbahnen ermöglicht der eigene Stahlbau heute eine hohe Fertigungstiefe, kurze Wege sowie eine enge Verzahnung von Stahl- und Betonbau innerhalb der Projektabwicklung.
Ein aktuelles Projekt aus der Stahlbaufertigung ist ein Brückenbauwerk, das als Einfeld-Rahmenkonstruktion in Stahlverbundbauweise ausgeführt wird. Der Überbau entsteht als Verbundfertigteilkonstruktion mit sechs Doppel-T-Stahlträgern, die jeweils rund neun Tonnen wiegen und mit einem Stahlbetonflansch aus dem eigenen Fertigteilwerk sowie einer etwa 25 Zentimeter starken Stahlbetonergänzung kombiniert werden. Bei einer lichten Weite von 24 Metern und einer Stützweite von etwa 26 Metern werden insgesamt rund 54 Tonnen Stahl sowie mehr als 3.300 Kopfbolzen in der eigenen Fertigung verarbeitet und verschweißt, was die Leistungsfähigkeit der Stahlbauabteilung im Verbund- und Brückenbau anschaulich unterstreicht.


